Das Ensemble

Mit Benjamin Britten fing alles an: um seine „Ceremony of Carols“, die ursprünglich einem Knabenchor zugedacht waren, zur Aufführung zu bringen, gründete Barbara Grohmann 1992 ein Vokalensemble, das ausschließlich weibliche Mitglieder hatte: canta filia.

Der (homogene, besonders runde, eben nicht knabenhafte) Klang der (damals zwölf) Frauenstimmen ließ in zahlreichen Konzerten nicht nur Zuhörer und Kritiker aufhorchen: 1994 erhielt canta filia gleich bei zwei europäischen Chorwettbewerben in Italien und Irland Auszeichnungen. Zeitgenössische Komponisten widmeten ihm eigene Werke, wodurchcanta filia sich rasch zu einem gefragten Ensemble für Ur- und Erstaufführungen etablierte.

Zugleich begann Barbara Grohmann, sich intensiv mit den Gesängen Hildegard von Bingens auseinanderzusetzen, die zu einer musikalischen Säule des Ensembles wurden. Mittlerweile erstreckt sich das canta filia-Repertoire auf den gesamten Bereich der frühen Vokalpolyphonie vom 11. bis ins 16. Jahrhundert. Damit gehört die Gruppe zu den wenigen, die sich dieser anspruchsvollen, aber auch ungeheuer aufregenden Musik annehmen.

Konzerte von canta filia leben vom Kontrast zwischen jüngerer und sehr alter Vergangenheit, Tradition und Avantgarde, Orient und Okzident.

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